Vereinigung für Angewandte Botanik e.V.

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Angewandte Botanik hat sich lange Zeit über das Studium der botanischen Aspekte landwirtschaftlich genutzter Pflanzen definiert. Dies zeigen auch die früheren Bücher der Angewandten Botanik. Heute, im Zeitalter der quantifizierenden Biologie und bei Verfügbarkeit der gentechnischen Methoden, wird die Anwendung der Pflanzenwissenschaften in allen Lebensgebieten konsequent verfolgt. Das Management von Vegetationseinheiten zum Schutz vor Erosion, die Nutzung von Pflanzen an und in Bauwerken, der Einsatz von ganzen Pflanzen oder Teilen als Indikatoren für komplexe Umwelteinflüsse, die Modifizierung der Pflanzeninhaltsstoffe zur verbesserten Versorgung mit spezifischen Rohstoffen - dies sind nur einige Beispiele der Diversifizierung der Angewandten Botanik.
Somit hat sich auch das Studium der Angewandten Botanik im Laufe der Zeit immer mehr auf einzelne Spezialgebiete hin entwickelt, die in den unterschiedlichen Universitäten mit entsprechender Schwerpunktlage angeboten werden. Eine konsequente Bündelung der angewandt-botanischen Aspekte in einem Studium ist kaum noch zu finden.

Die derzeit stattfindenden Studienreformprojekte erlauben sicher, einem inhaltlich konsistenten Ausbildungsziel, das die Breite der Angewandten Botanik wiedergibt, näher zu kommen. Unter diesem Aspekt ist in der Universität Hamburg das Master-Studium "Angewandte und Molekulare Botanik" derzeit in Gründung.

An der Friedrich-Schiller-Universität Jena ist im Studiengang "Diplom-Biologie" das Nebenfach "Angewandte Botanik/Phytopatholgie" sowie ein Bachelor-Studium "Angewandte Umweltwissenschaften" eingerichtet worden.

Beispiele für etablierte Lehrstühle bzw. Abteilungen mit angewandter botanischer Ausrichtung finden Sie hier.